Gefahrenquellen im Haus: Wie sicher ist Ihr Dachboden?

In Teil elf unserer Beitragsreihe geht es um die Sicherheit auf dem Dachboden.

Ein Raum, der rund um das Thema Sicherheit im Eigenheim meist sträflich vernachlässigt wird, ist der Dachboden. Der Dachboden, auch Estrich, Speicher oder Dachkammer genannt, ist der Bereich eines Hauses, der direkt unterhalb des Daches liegt. Im Regelfall ist der Dachboden weder ausgebaut, noch gedämmt und gar nicht als Wohnbereich des Hauses vorgesehen. Trotzdem kommt es vor, dass der Dachboden als Raum verwendet wird. Früher war dieser unbeheizte Teil des Hauses meist nur Trockenraum, um die Wäsche aufzuhängen und diente ansonsten höchstens Tieren als Unterschlupf, wie Vögeln, Fledermäusen oder Kleinsäugern. Auch die Nutzung als Archiv war denkbar, besonders in ländlichen Regionen, sodass es auch heute noch passiert, dass auf alten Dachböden Kunstschätze geborgen werden. Primär werden Dachböden im rohen Zustand aber schlicht als Lager genutzt, um beispielsweise saisonale Dekorationsartikel, das ausgediente Spielzeug der Kinder oder alte Kleidung aufzubewahren. Betreten wird der Dachboden nur selten auf täglicher Basis sondern meist nur, wenn man etwas sucht oder dort verstauen muss. Trotzdem oder gerade deswegen ist der Dachboden auch nicht ungefährlich. Der Ort ist nicht für die Nutzung vorbereitet und birgt Risiken. Offene Holzbalken bieten ein erhöhtes Brandrisiko und unverschlossene Dachluken oder Öffnungen für Vögel könnten von Einbrechern missbraucht werden. Wir haben uns die relevantesten Sicherheitsrisiken auf dem Dachboden angeschaut und zeigen Ihnen, wie Sie diesen entgegenwirken und Ihr Zuhause in Zukunft noch sicherer machen können.

Sicherheitstipps für die Arbeit auf dem Dachboden

Wenn Sie aus einem bestimmten Grund längere Zeit auf dem Dachboden verbringen müssen, sollten entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Vielleicht wollen Sie aufräumen, sind auf der Suche nach einem verschollenen Objekt oder möchten den Dachboden ausbauen, um nun doch einen Wohnraum daraus zu machen. Befolgen Sie in jedem Fall die folgenden Tipps und Ihr Vorhaben gelingt garantiert. Zunächst einmal sollte angemessene Kleidung gewählt haben. Ein langärmliges Oberteil in Kombination mit langen Hosen und Handschuhen helfen dabei, die Haut frei von Isolationsmaterialien oder den Hinterlassenschaften von Tieren zu halten, die diese reizen könnten. Häufig schauen an unpassenden Stellen Nägel aus der Wand oder der Decke. Wer auf einen Helm verzichten möchte, sollte wenigstens eine Kapuze oder eine Mütze tragen, um den Kopf vor Verletzungen zu schützen. Je nach Zustand Ihres Dachbodens und dem Vorhandensein von Staub oder Allergenen, ist es auch ratsam, eine Staubschutzmaske und eine Schutzbrille zu tragen. Steht die Garderobe für den längeren Aufenthalt auf dem Dachboden, sollte auch am eigenen Verhalten gearbeitet werden. Höchstwahrscheinlich ist der Boden nicht gerade frei und einfach zu passieren. Es gibt Spalten, Balken und vielleicht sogar platzierte Kabel. Stolpern kann fatal sein, weshalb man immer darauf achten sollte, wohin der nächste Schritt geht. Außerdem ist es ratsam, nicht allein auf dem Dachboden herumzuturnen. Im Notfall sollte immer jemand in der Lage sein, Hilfe zu rufen. Da die Beleuchtung oben im Haus häufig etwas zu wünschen übrig lässt, sollte eine gute Taschenlampe oder Arbeitsbeleuchtung mitgebracht werden. Entdeckt man auf dem Dachboden eine potentielle Gefahr wie nicht sachgemäß isolierte Leitungen, Schimmel oder Tiere, sollte in jedem Fall Abstand gesucht und ein Fachmann kontaktiert werden, der sich um das Problem kümmert. Etwas, dass vorsorglich unternommen werden kann, ist eine Auffrischung der Tetanus Impfung. Sie sollten nicht erst darauf warten, an einem rostigen Nagel hängenzubleiben und sich zu schneiden, um sich daran zu erinnern, dass die letzte Impfung überfällig ist. Zuletzt ist es ratsam, sich nach Verlassen des Dachbodens entsprechend zu reinigen. Saugen Sie die Kleider ab oder werfen Sie diese direkt in die Waschmaschine und springen Sie unter die Dusche, um Staub und Dreck loszuwerden.

Einbruchschutz auf dem Dachboden

Der Dachboden mag von Ihnen bisher in Hinblick auf die eigene Sicherheit eher vernachlässigt worden sein, sollte aber in jedem Fall Teil Ihrer Vorkehrungen werden. Gerade für Einbrecher spielt dieser oft ungeschützte Raum nämlich eine sehr große Rolle. Oft sind die Öffnungen zum Dachboden wie alte Fenster oder Luken nicht versperrt und nicht durch Sicherheitstechnik geschützt. Es finden sich vielleicht sogar Öffnungen für Tiere wie Vögel, die durch Übeltäter missbraucht werden könnten. Die Tiere sind aber oft auch ein Grund dafür, warum es nicht sinnig ist, hier mit Bewegungsmeldern zu arbeiten. Anstelle die Eingänge zum Dachboden zu schützen, sollten Sie stattdessen die Luke oder Tür sichern, die den Dachboden mit Ihrem Wohnraum verbindet. Erschütterungsmelder oder Bewegungsmelder erfüllen hier auf jeden Fall Ihren Zweck und können auch durch Schlösser ergänzt werden. Achten Sie außerdem darauf, dass sich keine Wertsachen auf dem Dachboden finden. Vor allem transportable Kunstgegenstände könnten sonst leicht einem frustrierten Einbrecher zum Opfer fallen. Außerdem müssen Sie immer mit der Möglichkeit rechnen, dass jemand sich auf Ihrem Dachboden verbirgt. Allein deshalb sollte dieser nicht allein betreten werden. Es ist schon hilfreich, den Dachboden als Risikofaktor einzukalkulieren, um hier für mehr Sicherheit zu sorgen. Wollen Sie sich zudem professionell beraten lassen, raten wir Ihnen, unsere Facherrichtersuche zu verwenden. Mithilfe dieser Anwendung finden Sie einen qualifizierten und zertifizierten Errichter für Sicherheitstechnik in Ihrer Nähe, der Sie berät und im Anschluss die gewünschte Technik für Sie installieren kann.

Brandgefahr auf dem Dachboden

Es spielt keine Rolle, für welchen Zweck Sie den eigenen Dachboden nutzen, ob er vollständig ausgebaut ist oder schlicht als Lagerraum genutzt wird, er sollte in jedem Fall auch bei der Brandsicherheit mit einkalkuliert werden. Aber besonders, wenn der Dachboden voll mit leicht brennbarem Gerümpel wie alten Möbeln, Kleidern oder sogar brennbaren Flüssigkeiten ist, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ob man willens ist, dieses Risiko aufrecht zu erhalten. Der Dachboden kann ein Feuer im Ernstfall noch füttern oder sogar selbst der Ursprung sein. Ein kleiner Funke und die Bewohner sind nicht mehr in der Lage, das Feuer einzudämmen. Auch ein Blitzschlag oder ein angenagtes Kabel werden oft zur fatalen Brandursache. Gerade darum sollten Sie darüber nachdenken, welche Dinge auf dem Dachboden aufbewahrt werden und ob diese nicht im Zweifelsfall doch zum Brandbeschleuniger taugen. Bewahren Sie in der Nähe des Dachbodens daher auch einen Feuerlöscher auf und installieren Sie im Dachgeschoss einen Rauchmelder. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, rechtzeitig von einem Brand Wind zu bekommen und Ihre Familie und wenn möglich sogar Ihr Eigentum vor den Flammen schützen zu können.

Der Dachboden ist aus vielen Gründen ein echter Risikobereich und sollte auch als solcher behandelt werden. Im Idealfall hat Ihnen dieser Beitrag aber dabei helfen können, Ihren Dachboden in Zukunft noch besser zu berücksichtigen und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Das erhöht auch die Gesamtsicherheit Ihres Hauses und schützt Ihre Familie. Sollten trotzdem noch Fragen rund um das Thema Sicherheitstechnik bestehen oder Sie ein Interesse an unseren Produkten entwickelt haben, scheuen Sie sich nicht, uns über unsere Kontaktmöglichkeiten zu Kontaktieren. Informieren Sie sich auch gern hier über den Kauf einer Alarmanlage, um Ihre Sicherheit auf das nächste Level zu heben.

In unserer Beitragsreihe geht es schon in wenigen Wochen weiter mit dem Thema: Wie sicher ist Ihr Hobbyraum?

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