Gefahrenquellen im Haus: Wie sicher ist Ihr Kinderzimmer?

In Teil acht unserer Beitragsreihe geht es um die Sicherheit im Kinderzimmer.

Schon in unserem letzten Beitrag stand mit dem Schlafzimmer ein vergleichsweise unangenehmes Thema im Fokus unseres Projektes, Gefahrenquellen im Haus aufzuzeigen und zu beseitigen. Man will sich nicht vorstellen, dass auch im eigenen Schlafzimmer Einbruchgefahr oder das Risiko eines Brandes besteht. Noch unangenehmer ist diese Vorstellung allerdings, sobald es die Zimmer der eigenen Kinder betrifft. Das bedeutet aber nicht, dass man den Schutz vor Gefahren hier auf die leichte Schulter nehmen sollte. Unabhängig davon, ob Ihre Kinder noch Kleinkinder, schon Schulkinder oder sogar Teenager sind, in jedem Alter gibt es Dinge zu beachten, um das Kinderzimmer sicherer zu gestalten und das Risiko für Unfälle zu minimieren. Auch das Thema Einbruchschutz spielt selbstverständlich eine große Rolle. Nachdem wir uns den alltäglichen Risiken zugewandt haben, werden wir am Ende unseres Beitrags die Frage klären, was ein Einbrecher überhaupt im Kinderschlafzimmer zu suchen hat und was Sie als Elternteil dafür tun können, das Kinderzimmer vor dem kriminellen Übergriff zu schützen.

Sicherheit vor Haushaltsrisiken für Kinder jeden Alters

Kinder verbringen Ihr Leben für eine sehr lange Zeit unter dem Schutz Ihrer Eltern. Dabei entwickeln sie sich von kleinen Babys zu richtigen Erwachsenen und selbstständigen Menschen. So elementare Veränderungen bewirken natürlich auch vollkommen andere Anforderungen an das Kinderzimmer und das große Thema Sicherheit. Wir haben die Informationen entsprechend so gegliedert, dass Sie Hinweise finden, die schon im Kinderzimmer eines Kleinkinds gelten, solche die hauptsächlich Grundschulkinder betreffen und zum Abschluss auch Sicherheitstipps für Teenager. Den Anfang machen allerdings all die übergreifenden Sicherheitsmaßnahmen, die wirklich in jedem Alter von Bedeutung sind und auf die auf keinen Fall verzichtet werden sollte.

Folgendes gilt in jedem Alter

Feuer ist im gesamten Haus ein großes Risiko, darf aber auch im Kinderzimmer nicht außer Acht gelassen werden. Staatlich gibt es sowieso schon die Empfehlung, jedes Schlafzimmer mit einem funktionalen Rauchmelder auszustatten. Versäumen Sie also nicht, auch im Kinderzimmer einen Melder anzubringen. Regelmäßige Tests sorgen dafür, dass der Melder auch funktioniert. Ist der Kinderzimmerboden recht glatt und sie legen Teppiche darauf, achten Sie darauf, diese auf rutschfesten Unterlagen zu platzieren, damit niemand darauf ausrutscht. Alle Möbel im Kinderzimmer sollten stabil sein und möglichst keine allzu scharfen Ecken haben. Ein Glastisch mag sich vielleicht im Wohnzimmer schön machen, ist aber nichts für das Kinderzimmer. Der letzte Punkt lautet, dass Sie zumindest bis zu einem bestimmten Alter darauf achten sollten, dass Ihr Kind die Kinderzimmertür nicht von Innen abschließen kann oder Sie zumindest immer in der Lage sind, die Tür im Notfall von außen zu öffnen.

Folgendes gilt für Kleinkinder

Je jünger die Kinder sind, desto mehr Aufmerksamkeit sollte man ihrer Sicherheit widmen. Kleinkinder sind sehr anfällig für verschiedene Gefahren und die Tatsache, dass sie so langsam beginnen, sich selbstständig fortzubewegen und überall hochzuziehen, sorgt für zusätzliche Risiken. Achten Sie daher bei Regalen und Schränken und allen stapelbaren Möbeln darauf, dass diese nicht umfallen können, indem Sie beispielsweise für eine stabile Verbindung zwischen Regal und Wand sorgen. Bücher oder schwere Dinge sollten außerdem bevorzugt tief gelagert werden, damit sie dem Kind nicht auf den Kopf fallen können. Bei den Leuchten (Nachttischleuchten, Nachtlichter, etc.) sollte darauf geachtet werden, dass diese sich nicht aufheizen, um Verbrennungen genauso zu vermeiden, wie Brände. Größte Aufmerksamkeit sollten Sie auch dem Kinderspielzeug widmen. Kaufen Sie nur zertifiziertes Spielzeug, das nicht giftig ist und achten Sie darauf, dass keine Verschluckungsgefahr besteht. Zuletzt sollten Sie die Steckdosen durch solche mit Kindersicherung ersetzen oder gründlich abkleben, während ihre Kinder die Gefahr, die davon ausgeht, noch nicht begriffen haben. Mit diesen Tipps bleibt auch ein Kleinkind im Kinderzimmer sicher.

Folgendes gilt ab dem Grundschulalter

Im Grundschulalter beginnen die Kinder, ein eigenes Sicherheitsempfinden zu erlernen. Sie können also damit beginnen, sicheres Verhalten zu erklären und erzieherisch tätig zu werden. Ab diesem Alter sind auch Hochbetten bei den Kleinen sehr beliebt. Besonders Modelle mit Leiter und Rutsche bringen vermeintlich den Spielplatz ins Kinderzimmer. Achten Sie hier auf die Qualität der Betten. Die Leiter sollte sehr stabil, das Bett nicht allzu hoch und das Geländer ausreichend sein, um Stürze zu vermeiden. Außerdem ist es ab diesem Alter wichtig, dass Sie beginnen, die Wichtigkeit von Ordnung im Zimmer zu betonen und für eine Durchsetzung zu sorgen. Der Boden sollte vor dem Zubettgehen aufgeräumt werden, damit frühmorgens vor der Schule keine Stolperfallen auf dem Boden liegen. Jedes Elternteil, das einmal auf einen vergessenen Legostein getreten ist, weiß die unangenehm das sein kann. Bringen Sie Ihrem Kind frühzeitig bei, das eigene Schlafzimmer selbstständig aufzuräumen, entstehen dadurch keine Probleme.

Folgendes gilt für Teenager

Auch wenn ältere Kinder deutlich verantwortungsbewusster sind, neigen auch Teenager noch zu unvernünftigen oder sogar gefährlichem Verhalten. Für Eltern gilt daher die Empfehlung, ab und an einmal einen Blick auf das Jugendzimmer zu werfen und Risiken zu thematisieren. Vor allem der Umgang mit Strom spielt in dem Alter eine Rolle. Klären Sie Kinder darüber auf, nicht zu viele Ladekabel in einer Steckdose zu haben und keine beschädigten Kabel zu verwenden. Außerdem sollten Kabel nicht unter dem Teppich oder neben dem Bett verlaufen, um Brände zu vermeiden. Dass Jugendliche zu Unordnung neigen, müssen wir hier nicht erst erwähnen. Sprechen Sie aber mit dem Kind darüber, dass Kleidung oder andere Stoffe nicht auf angeschaltete Lampen geworfen werden sollten, damit keine Brandschäden oder am Ende gar ein Hausbrand entsteht. Regelmäßiges Aufräumen hilft auch weiterhin dabei, Stolperfallen zu vermeiden. Machen Sie Sicherheit familienintern zum Thema. Spätestens im Teenageralter sollten Kinder sich sicher im Umgang mit Feuer, Elektronik, Strom, Wasser und Glas fühlen, um kein Risiko für sich selbst oder andere entstehen zu lassen. Auf diese Weise beugen Sie Haushaltsrisiken am konsequentesten vor.

Einbruchschutz spielt auch im Kinderzimmer eine Rolle

Um herauszufinden, warum ein Einbrecher es auf das Kinderzimmer abgesehen haben könnte, muss zunächst einmal ein Blick in den Kopf eines Einbrechers geworfen werden. Die meisten haben nicht unbedingt bloß das Ziel, eine böse Tat oder Straftat durchzuführen. Stattdessen wollen Sie möglichst schnell Beute machen. Und die ideale Beute eines Einbrechers ist gut wiederverkäuflich, gut zu transportieren und möglichst wertvoll. Natürlich ist Bargeld da auf den Top-Plätzen, gefolgt von Schmuck und kleinteiliger Elektronik. Das Kinderzimmer lockt Ihn daher gleich aus mehreren Gründen. Das Sparschwein, in dem das Kind seit Monaten oder gar Jahren auf einen bestimmten Wunsch spart und natürlich auch das Spielzeug reizen den Einbrecher sehr. Die Spielekonsole und Spiele, das Handy und der Laptop: Heutzutage haben bereits jüngere Kinder häufig hochpreisige Elektronik in ihrem Besitz, auf die es jeder Einbrecher abgesehen hat. Also was können Eltern tun, um den Besitz der Kinder zu schützen und ein Trauma zu vermeiden? Die Antwort fällt ganz ähnlich aus, wie auch in jedem anderen Raum Ihres Haushalts. Grundsätzlich hilft eine Alarmanlage in den eigenen vier Wänden dabei, Einbrecher abzuschrecken oder Einbrüche zu melden. Kombiniert werden sollte die Anlage mit Meldern in allen Risikobereichen. Statten Sie auch das Kinderzimmer mit Bewegungsmeldern am Fenster aus oder mit einer Überwachungskamera, die auf die Tür zeigt. Davon werden Sie langfristig profitieren und die Einbruchgefahr nachweislich reduzieren. Bringen Sie dem Kind außerdem bei, Fenster während der eigenen Abwesenheit verschlossen zu halten und Wertgegenstände nicht unbedingt offen herumliegen zu lassen. Auch das hilft für mehr Sicherheit.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen gesammelten Informationen dabei helfen konnten, Ihr Zuhause noch ein wenig sicherer zu machen. Bei weiteren Fragen rund um das Thema oder zu unseren Produkten, nutzen Sie gern unsere Kontaktmöglichkeiten. Wir helfen Ihnen weiter. Mehr Infos über die Möglichkeiten mit einer Alarmanlage finden Sie hier.

In unserer Beitragsreihe geht es hier demnächst weiter mit dem Thema: Wie sicher ist Ihr Arbeitszimmer?

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